MICKY......
Wir haben ihn aus der Tötungsstation in Spanien
gerettet ...... er wurde hier bei uns in Tirol getötet.......
Vermutlich war die Unzulänglichkeit des Menschen daran schuld, dass dieses Drama
passiert ist.
Wir haben es zu spät erfahren, wir konnten nichts mehr tun.
Wir wollen versuchen unseren Schmerz zu verarbeiten, indem wir Micky diese Seite
widmen.
Ich will hier auch niemanden beschuldigen.
Wir wissen bis heute nicht, was genau passiert ist, weil man mit uns nicht mehr
spricht.
Wir hätten es gerne gewusst, damit wir in Zukunft solche Fehler vielleicht
verhindern können.
Hier werde ich seinen kurzen Lebenslauf erzählen:
Dezember2006:

Dies waren die ersten Fotos, die wir Anfang Dezember 2006 aus der Tötungsstation
von ihm bekamen, er wurde von uns reserviert.
Kurze Zeit später haben wir erfahren, dass er in Spanien vermittelt wurde, und
wir haben ihn als "vermittelt in Spanien" auf unserer HP eingetragen.
Jänner2006: Micky stand ca. 4 Wochen später wieder zur Vermittlung an (Das ist nichts aussergewöhnliches), und wir haben ihn wieder reserviert.
23.2.2007: Wir konnten Micky
endlich am Flughafen in Empfang nehmen.
Den süssen Kerl mit seinem hopsenden Gang haben wir sofort
ins Herz geschlossen.
Er ist dann sofort fast von alleine ins Auto gesprungen, und wir haben ihn
mitgenommen nach Tirol.
Bei der Pflegestelle hat er gleich mal Wasser getrunken.
24.2.2007: um 3.00 sind wir von der Pflegestelle
nach Hause gefahren. (Wir hatten Micky am Flughafen abgeholt, und zur
Pflegestelle gebracht.... das waren an dem Tag ca. 270km)
24.2.2007 ca. 11.00:
Anruf von der Pflegestelle.
Micky hatte sie gebissen!?
Was war passiert? Sie hat dem durch den Transport gestressten Hund als er
endlich geschlafen hat, eine Decke übergezogen, er ist aufgewacht, ist
erschrocken, und hat geschnappt!
27.2.2007: Anruf von der Pflegestelle: Holt den Hund ab, er ist unberechenbar, er beisst ...... Wir haben Micky abgeholt......... es war nichts, unsere drei Yorkies machten das übliche "Theater" wenn ein neuer Hund in ein bestehendes Rudel kommt.
Am nächsten Tag war uns klar, was sein Problem war. Micky hat die billige Langlaufleine abgerissen (er hatte immerhin 6,5kg). Er flippte bei jedem Hund aus, der höher wie 10cm war wie er. Genau das war das Problem bei der Pflegestelle, wo er sich drei Tage lang befand. Die hatten zwei Hunde. Einer war gross! Das heisst Micky hatte ständig Stress in der Wohnung, dadurch begann er zu schnappen, weil er ANGST hatte!
Wie gesagt, er machte bei uns keinerlei
Schwierigkeiten, ausser: er hat unsere erwachsene Tochter und den Enkel angeknurrt (Weil sie ihn
streicheln wollten. Wenn sie Micky ignoriert haben, ist er von alleine gekommen,
und hat keine Probleme mehr gemacht.)
Wir wissen aber aus Erfahrung, dass sich
solche Geschichten nach ein paar Monaten legen, wenn der Hund das
Vertrauen gewinnt. Wir wissen nicht, was er in Spanien mitgemacht hat. Auch wenn
Pekinesen für ihre Art bekannt sind, er war ein total lieber Kerl. Wir haben ihn
"Fusswärmer", oder auch "Fernfahrerhund" genannt. Fusswärmer: er lag praktisch
die ganzen zwei Wochen immer auf unseren Füssen, und hat absolut gar nichts
gemacht! Fernfahrerhund: Er hat Autofahren über alles geliebt. Beim Gassigehen
wollte er in jedes Auto einsteigen! Ich bin beruflich im Aussendienst und hatte
Micky öfters bei meinen Kunden mit dabei, und es gab keine Probleme. Sie waren
entsetzt, als sie erfahren haben, dass er nicht mehr lebt!
10.3.2007: Vermittelt nach Vorkontrolle.
18.4.2007:
Nachkontrolle. Es war angeblich alles in Ordnung.
Als ich weggefahren bin, hat er gejault...er ist ja sooo gerne Auto gefahren..... Hier ein kurzer Film
Man beachte diesen im höchsten Mass
gefährlichen sicher 7kg schweren Hund!

Hier noch "Tanzvideos" beim Leckerly geben: Film1 Film2
23.5.2007: um 16.00 kam ein Anruf von den Besitzern, dass der Hund sofort abzuholen ist, da er aggressiv sei und die Tochter gebissen hätte. Meine Frau hat sich sofort mit einer Tiertrainerin in Verbindung gesetzt. Wir haben den Besitzern einen Termin vorgeschlagen am nächsten, oder übernächsten Tag, was aus Zeitgründen abgelehnt wurde? Weiters haben wir eine Tiertrainerin vorgeschlagen, die ins Haus kommen könnte.
24.5.2007:
Ich habe um 11.00 angerufen, um zu fragen, wie wir weiter vorgehen, und um mir selbst
ein Bild zu machen. Mir wurde erzählt, Micky habe ein Kind angefallen, und er sei
beim Tierarzt. Mir wurde zunächst weder der Name, noch die Telefonnummer des
Tierarztes genannt. Nach mehrmaligem Nachfragen wurde mir mitgeteilt, dass der
Hund eingeschläfert worden sei!
Meine Frau bekam nach Nachfragen, was mit dem Kind passiert sei zur
Antwort:"...Das tut nichts zur Sache..."
24.5.2007 Abends:
Meine Frau
hat diesen Tierarzt angerufen. Zuerst wusste er von nichts, dann: "rufen sie
mich bitte in 10 Minuten wieder an, ich habe so viele Leute in der Ordination."
Meine Frau ruft wieder an. Er wusste nicht einmal wer angeblich genau
gebissen wurde. Er hat etwas von zwei Kindern erzählt, wobei das eine "Kind"
erwachsen ist. Er wusste das anscheinend nicht!?
Meiner Frau hat der Tierarzt erzählt, dass er die Familie gut kennt!
25.5.2007, 21.55:
Ich habe dem
Tierarzt ein E-Mail geschrieben, wo ich ihn um eine Stellungnahme gebeten
habe, nach welchen gesetzlichen Richtlinien er einen Hund aus dem Tierschutz,
der mit Schutzvertrag vermittelt wurde, einschläfern darf.
30.5.2007, 22.10: Ich habe ein erneutes Mail
geschrieben, mit der Bitte um Antwort, da ich bis dato keine Antwort bekommen
hatte.
1.6.2007, 09.19: Eine bedrückende (oder eigenartige?) Antwort:..Er wusste nicht, dass es ein Tierschutzhund war, er wusste nichts von einem Vertrag. Er setzt sich mit den Besitzern in Verbindung, und wenn er den Vertrag gelesen hat, nimmt er Stellung zu meinen Fragen... (Er hat mir nie auf diese Fragen geantwortet.)
11.07.2007, 14.59:
Zu meiner Frage nach dem
"vernünftigen Grund des Einschläferns"
(Das steht im österreichischen Tierschutzgesetz Paragraph 6 Absatz1 so drinnen)
eines Haustieres hat er mir folgendes geanwortet:
Ein vernünftiger Grund liegt u.a. aber dann vor, wenn von einem Hund Gefahr
für eine oder mehrere Personen ausgeht. Ein Hund wird als gefährlich bezeichnet,
wenn er die physische oder psychische Integrität eines Menschen in Gefahr
gebracht hat.
(Ich habe ihm dann
Fragen zur psychischen und physischen Beeinträchtigkeit der Integrität des
Menschen am Tier, und die selbe Frage zu dieser Beeinträchtigung des Menschen am
Menschen gestellt....Ich bekam dazu nie eine Antwort!!)
17.08.2007, 09.08:
Nach dem
elften
E-Mail an den Tierarzt, der uns von den Besitzern als derjenige genannt wurde,
der Micky eingeschläfert haben soll, kam folgende Antwort:
ich glaube dass es zwischen uns
Missverständnisse gibt und ich will ihnen ihre Fragen noch einmal beantworten.
Zu 1.: Ich habe Micky nicht eingeschläfert. Ich wollte nur, dass sie auch von
objektiver Seite erfahren
was ein vernünftiger Grund für das Töten
eines Tieres wäre.
(Eigenartig, wie kann
man nach fast drei Monaten von einem Missverständnis reden, wenn ich den
Tierarzt in meinem ersten Mail gefragt habe, warum er Micky eingeschläfert hat?)
18.08.2007: Ich habe unsere Anwältin daraufhin aktiviert, da ich vermuten musste, dass hier jemand nicht die Wahrheit sagt.
31.08.2007: Hier die schriftliche Antwort an unsere Anwältin:
Sehr geehrte Frau XXX
wir, meine Frau und ich haben den Hund
Micky am 10. März von Herrn und Frau Kahr übernommen. Bald zeigte sich, dass
Micky ein eher misstrauisches Tier ist der es nicht duldet, dass er gestreichelt
wird und daher öfters zugeschnappt hat.
(Das können wir aus der persönlichen fast zweiwöchigen Erfahrung überhaupt nicht
bestätigen. Micky hatte Angst)
Ca. 3 Wochen nachdem wir Micky bekommen
haben hat er meine Frau in den linken Fuss gebissen.
(Das hat mir die Frau bei der Nachkontrolle am 18.4. erzählt, aber es sei kein
Problem, Micky muss man halt in Ruhe lassen, wenn er spinnt, wurde mir gesagt)
Am 19. Mai hat Micky unserer Tochter ohne Grund und
Vorwarnung schwere Bissverletzungen am Unter- und Oberschenkel zugefügt
(Das wurde uns nie mitgeteilt)
Ca. 8 Tage später stürzte Micky sich
erneut auf meine Tochter. (Auch
das
wurde uns nie mitgeteilt, übrigens die Tochter ist erwachsen)
Sie versuchte ihn mit dem rechten Arm
abzuwehren, worauf er zweimal so heftig zubiss, dass noch heute Narben am Arm
meiner Tochter zu sehen sind.
Auf Grund dieser Vorfälle haben wir Frau Kahr gebeten, sie möge den Hund
unbedingt zurücknehmen, da wir Angst vor ihm haben.
(Das war am 23.5.2007 16.00, am 24.5. 11.00 war er tot. Wir sind berufstätig,
und brauchen etwas Zeit, wenn es mal Probleme gibt. Die wurde uns nicht gewährt.
Wir haben sofort versucht eine Hilfe einer Tiertrainerin anzubieten!) Wir
telefonierten mit einer Tierpsychologin in Innsbruck, die uns sagte, dass der
Hund mehrere Sitzungen bräuchte und der mögliche Erfolg sein könnte, dass er in
Zukunft warnt bevor er zubeisst.
Da wir beide berufstätig sind ist es uns leider nicht möglich mehrmals in der
Woche nach Innsbruck zu fahren.
(Wir haben der Familie eine Tiertrainerin angeboten, die zu ihnen hinfährt!)
Ausserdem bringen wir Micky nur schwer ins Auto.
(Micky hat Autofahren geliebt. Beim Gassi gehen mit uns wollte er sofort in
jedes offene Auto reinspringen! Ich hatte Micky öfters bei Arbeiten mit, ich bin
im Aussendienst, und viel mit dem Auto unterwegs, war kein Problem. Als wir
Micky bei diesen Besitzern am 10.3.2007 abgegeben haben, ist er sofort mit dem
Hausherrn mitgefahren!)
Unsere Tochter traute sich nicht mehr in die
Küche wegen Micky.
Wir sprachen mit unserem Tierarzt Dr. YYY. Er meinte, dass dies bedenkliche
Vorfälle sind. Wir sollten zu ihm kommen, aber wir müssen uns überlegen, dass
der Hund eingeschläfert werden muss.
(Ein Tierarzt spricht von Einschläfern eines 7kg Hundes, obwohl er nicht mal die
Situation selbst gesehen hat.)
Wir waren verzweifelt und wollten, dass Frau Kahr den Hund
abholt. (Nochmals, wir
haben am 23.5.2007 um 16.00 das erste mal von den Problemen erfahren.)
Am nächsten Tag kam eine Freundin unserer Tochter auf
Besuch. Sie hatte ein dreijähriges Kind dabei. Noch an der Tür ging Micky auf
das Kind los, Sie konnte das Kind gerade noch in die Höhe nehmen und schrie
verzweifelt. (Wenn ich
einen so gefährlichen Hund zu Hause hätte, würde ich mehr acht geben, und ihn
nicht so herumlaufen lassen!)
Meine Frau sah, wie Micky am Oberschenkel verbissen war.
Sie stürzte auf Micky, riss ihn weg und schüttelte ihn heftig. Sie warf ihn auf
den Boden. Es war ein richtiger Tumult.
Dann sah sie, dass Micky sich nicht mehr bewegte. Jetzt hatte sie sehr grosse
Angst um Micky. Sofort setzte sie sich mit unserem Tierarzt Dr. YYY in
Verbindung. Dieser sagte, dass er in ZZZ sei, und nicht sofort kommen könnte.
Leider war es dann zu spät, denn Micky war tot.
Uns, meiner Frau und mir tut es immer noch sehr leid um Micky. Unsere Tochter hat auch heute noch grosse Angst wenn sei einen Hund sieht. Die Bissverletzungen die ihr von Micky zugefügt wurden sind noch immer sichtbar.
Kurze Zeit später rief Hr. Kahr an (Ich habe 19 Stunden nachdem wir den ersten Anruf bekommen haben angerufen, meine Frau hat mehrmals telefoniert!) und wir konnten nur mehr mitteilen, dass Micky nicht mehr lebt. (Mir wurde telefonisch mitgeteilt, dass Micky beim Tierarzt sei, und dort eingeschläfert wurde. Ausserdem wurde mir erst nach mehrmaligem hartnäckigem Nachfragen der Name des Tierarztes mitgeteilt.)
Ich verbleibe mit freundlichen Grüssen
XYZ
Ich glaube, dass sich jeder hier selbst ein Bild machen kann
von der Situation.
Wir haben alles wahrheitsgemäß hier berichtet. Wir verstehen nicht, warum wir
nicht schon früher wegen der Probleme kontaktiert wurden.
Wir können nicht verstehen, dass die Familie angeblich alle möglichen Personen,
aber nicht uns angerufen haben.
Wir können nicht verstehen, warum der kleine Kerl keine Chance bekommen hat.
Wir können nicht verstehen, dass ein Tierarzt einen Hund als hyperagressiv
beurteilt, obwohl er den Hund nicht mal gesehen hat.
Wir haben auf Grund dieses Vorfalls unseren Abgabevertrag nochmals überarbeitet.